Psychologische Abteilung in der Fachklinik Sonnenhof

Informationen zum Angebot

Psychologische Abteilung

Das Angebot des Psychologischen Teams der Klinik bietet Ihnen Unterstützung dabei, Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden wieder herzustellen und trotz der Erkrankung eine für Sie angemessene Lebensqualität zu erreichen.
All unsere Patienten verbindet die Erfahrung, körperlich erkrankt zu sein. Dies kann mit ungewohnten psychischen Reaktionen einhergehen. So berichten manche Menschen nach Krankenhausaufenthalten z.B. von Erschöpfungsgefühlen, Schlafschwierigkeiten, Konzentrationsproblemen, Gereiztheit, Antriebslosigkeit und Desinteresse, Stimmungsschwankungen, sorgenvollem Grübeln, plötzlichen Zuständen mit starken Ängsten und Panik, Überforderungsgefühlen und sozialem Rückzug.
Es ergeben sich aus der veränderten Situation plötzlich neue Fragen wie:

Bin oder bleibe ich gesund? – Wie kann ich mit den Folgen meiner Erkrankung umgehen? – Werde ich wieder so leistungsfähig, dass ich meinen Alltag bewältigen kann? – Werde ich an meinen Arbeitsplatz zurückkehren können? – Welche Auswirkungen hat die Erkrankung auf meine Familie und Partnerschaft?
Unsere Erfahrung zeigt, dass das persönliche Gespräch oder auch der angeleitete Austausch mit ähnlichen Betroffenen in dieser Phase der Neuorientierung hilfreich und entlastend sein können.
Unsere Angebote beinhalten neben verhaltenstherapeutisch und tiefenpsychologisch orientierten Gesprächen auch die Informationsvermittlung, Hilfe zur Selbsthilfe sowie Beratung zu weiterführender Unterstützung und Therapie am Wohnort. 

Psychologische Einzelberatung

Gruppen    Ι       Ι    Seitenanfang

Die Einzelberatungen dienen der Unterstützung beim Umgang mit der Erkrankung und ihren Auswirkungen auf das tägliche Leben. Das Anliegen der Patienten steht für uns im Vordergrund. Manchmal tut es gut, einmal mit einer neutralen Person über persönliche Belastungen zu sprechen. Bei Bedarf beraten wir gern zu weiterführenden psychotherapeutischen Angeboten am Wohnort.

Angehörige können in vielfacher Weise mitbetroffen sein. Die Eindrücke im Akutkrankenhaus, die Sorge um den Betroffenen, der zukünftige Umgang mit den Folgen einer körperlichen Erkrankung, all das kann Angehörige beschäftigen und verunsichern. Im gemeinsamen Gespräch mit Angehörigen und Patienten möchten wir unterstützen, entlasten und Informationen vermitteln.

Themenbezogene Gruppen

Einzelberatung   Î™      Ι   Seitenanfang

Autogenes Training

Das Autogene Training ist eines der bewährtesten und anerkanntesten Entspannungsverfahren, nicht nur in unserem Gesundheitssystem. Es dient der Verbesserung der Entspannungsfähigkeit im Alltag, der Stressprävention, zur Behandlung von Einschlafstörungen sowie einer Vielzahl weiterer Anwendungen.

Bio Feedback

Biofeedback ist eine Therapiemethode zur Behandlung von psychischen und körperlichen Erkrankungen. Dabei soll der Patient lernen, unbewusst ablaufende Prozesse im eigenen Körper gezielt wahrzunehmen und zu beeinflussen wie zum Beispiel Herzrate, Blutdruck, Schweißdrüsenaktivität und sogar Hirnströme.

Progressive Muskelentspannung (PMR)

Stress und Muskelverspannungen können sich gegenseitig verstärken. Die progressive Muskelentspannung, auch progressive Muskelrelaxation (PMR) genannt, setzt genau hier an: Lockere Muskeln entspannen die Nerven und erleichtern dadurch die Stressbewältigung.

Gruppen zur Unterstützung der Krankheitsbewältigung

Den Austausch mit Betroffenen ähnlicher Erkrankungsbilder empfinden viele als hilfreich. Daher bieten wir Gesprächskreise an, welche von Psychologen moderiert werden.  Jeder Patient kann für sich entscheiden, ob er daran teilnehmen möchte. Die Gruppen haben Selbsthilfecharakter und werden zu folgenden Themen angeboten: Leben mit Herzinsuffizienz, Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, spezifische onkologische Erkrankungsgruppen, Leben nach dem Herzinfarkt.

Stressbewältigung

Im Austausch in der Gruppe beschäftigen wir uns mit folgenden Fragen: Was ist Stress? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Belastungen im Alltag und körperlichen Erkrankungen? Ab wann macht Stress krank? Was ist ein „Burnout“? Was kann ich tun, um weniger gestresst zu sein? Welche Aktivitäten bieten einen guten Ausgleich?

Raucher-Nichtraucher-Info

Dass Rauchen nicht gesund ist, weiß jeder. Aber wo hört Genuss auf und wo fangen Sucht und Abhängigkeit an? Was kann man selbst tun, damit es „klick“ macht? Wie kann man als „frischer“ Nichtraucher Situationen mit potenziellem Rückfallrisiko rechtzeitig erkennen? Sie lernen in der Gruppe vieles kennen, was anderen Menschen geholfen hat, mit dem Rauchen aufzuhören.

Seminar Chronischer Schmerz 

Das 3-teilige psychoedukative Seminar zum Thema „Chronischer Schmerz“ vermittelt dem Patienten Informationen zur Genese chronischer Schmerzerkrankungen und zur aktiven Schmerzbewältigung. Ziel ist die Informationsweitergabe wie chronischer Schmerz entsteht, was für Auswirkungen chronische Schmerzen haben, Therapiemöglichkeiten bei chronischem Schmerz und vor allem Hilfe zur Selbsthilfe um den Schmerz zu reduzieren. Der Fokus sind Aspekte der Schmerzwahrnehmung, schmerzbezogenen Kognitionen und deren Veränderung sowie Integrationen von Entspannungstechniken zur Schmerzbewältigung.

Achtsamkeitsgruppe

Sorgen und Ängste aufgrund einer Erkrankung können unsere ganze Aufmerksamkeit binden. Das Konzept der Achtsamkeit hilft uns dabei, stattdessen wieder mehr im „Hier und Jetzt“ zu sein. Es bietet viele kleine praktische Übungen für alltagsnahe Situationen (z.B. Körperwahrnehmung, Genusstraining, Atemmeditation).

Bewusst essen

Essen und Psyche stehen in enger Wechselwirkung. Wie kann man sich gesundheitsbewusst ernähren ohne ständig verzichten zu müssen? Was sind langfristige Verhaltensstrategien, um Übergewicht zu reduzieren? Welche Einflüsse haben Stress und emotionale Befindlichkeit auf mein Essverhalten?

CED (Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa)

In dieser Gruppenarbeit werden die psychosozialen Risiken chronischer Erkrankung thematisiert und Strategien der Bewältigung besprochen. Damit werden Akzeptanz und Bewältigung der CED Erkrankung gefördert.